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Der Bahnhof Dorsten ist Ausgangspunkt vieler Fahrten der Eisenbahnfreunde OnWheels. Einsätze der Reihe 78 der EPEG oder der Reihe 38 der DGEG erinnern an den vielseitigen Dampfbetrieb in den 50er und 60er Jahren, den die Fotos von Werner Häseler authentisch festgehalten haben. 

Der Bahnhof in Dorsten, im Jahre 1879 von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft erbaut, befindet sich als sog. Inselbahnhof genau zwischen den beiden Linien der Rheinischen Bahn (Strecke Oberhausen – Rheine), die am 1. Juli 1879 den Betrieb aufnahm, und der Niederländisch Westfälischen Eisenbahn (Strecke Gelsenkircken Bismarck – Borken – Winterswijk) ,die rund ein Jahr später am 14. Juni 1880 eröffnete. 

Auf der Westseite des im typischen Stil erbauten Empfangsgebäudes befanden sich die Gleisanlagen der RhE, - auf der Ostseite die der NWE. 

Über ein Stumpfgleis am Südende des Gebäudes konnten Güterwagen zwischen den Eisenbahngesellschaften ausgetauscht werden. Noch im Jahre der Verstaatlichung 1882 wurden die Gleisanlagen erstmals umgebaut, das Übergabegleis verschwand, und eine über Signale gesicherte Verbindung erlaubte den schnellen Wechsel zwischen beiden Linien. Zwischen den Durchgangsgleisen West und Ost entstanden vier Aufstellgleise. 

Um die Jahrhundertwende wurde die kleine Lokremise auf der Westseite durch einen dreiständigen Lokschuppen mit einer 13-Meter-Drehscheibe ersetzt.

Umfangreichere Umbauten begannen 1912, als der gesamte Gleisverlauf nach Süden hin verlängert wurde. Zudem ermöglichte ein neu errichteter Ablaufberg die Zerlegung auch langer Güterzüge in kürzester Zeit. 

Unmittelbar nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes, wurde der zweite Umbau in Angriff genommen – südlich des jetzt verlängerten Bahnhofes, entstanden zusätzliche Aufstellgleise für Güterzüge. 

Während der Revolutionszeit von 1919 bis 1920 sprengten „Rotarmisten“ im Februar 1920 erst die Brückenbauwerke im Hervester Bahnhof, anschließend auch die 1879 mit dem Dorstener Empfangsgebäude entstandene, gemauerte Lippebrücke - die jedoch nicht einstürzte. Wochenlang endete der Zugverkehr aus dem Ruhrgebiet in Dorsten. 

Drei Jahre nach Gründung der Deutschen Reichsbahn öffneten belgische Truppen 1923 mit der Besetzung des Bahnhof Dorstens ein neues Kapitel im Dorsten. Dorsten wurde Zollbahnhof zum unbesetzten Münsterland (ab Bahnhof Hervest). 

Mit dem Bau des Wesel-Datteln Kanales 1928, mussten neue Brücken sowohl über den neuen Kanal, als auch über die verlegte Lippe erbaut werden. Die ca. 50 Jahre alte Bogenbrücke wurde 1928 gesprengt. In den 30er Jahren, liefen 26 Zugpaare durch Dorsten, hinzu kamen rund 40 durchgehende Güterzüge in alle Richtungen. 

Glücklicherweise wurde das alte Empfangsgebäude vor der Zerstörung im Kriege bewahrt, nicht so die Brücken über Lippe und den Kanal. Kurz vor Kriegsende sprengte die Deutsche Wehrmacht beide Brückenbauwerke.

Wieder endete der Schienenverkehr aus dem Ruhrgebiet diesmal für zwei Jahre in Dorsten. 

Infolge der Kriegsschäden wurde auch die Verbindung nach Oberhausen durchgehend nicht wieder in Betrieb genommen. Lediglich ein Pendelverkehr von Dorsten nach Osterfeld-Nord blieb bis 1960 noch erhalten. Dazu standen zwei Loks der Reihe 74 in Dorsten zur Verfügung. 

1951 richtete man mit dem „Grenzlandexpress“ eine attraktive Verbindung vom Münsterland nach Essen und Düsseldorf ein. Anfangs kamen VT 36 als zwei-bzw. vierteilige Einheiten zum Einsatz. Später lokomotivbespannte Züge mit der Baureihe 38. 

Anfang der 50er Jahre wurde der südliche Vorbahnhof teilweise zurückgebaut, das Gelände wieder rekultiviert. Von der 1974 abgebrochenen Strecke nach Oberhausen ist heute nichts mehr zu sehen. In dieser Zeit wurden auch die Drehscheibe und die Kohlebansen der ebenfalls Jahre zuvor stillgelegten Bw-Außenstelle abgebaut. 

Der heute noch vorhandene 3-ständige „Ringlokschuppen“ wurde an Industriebetriebe veräußert. Das äußerlich immer noch weitgehend unveränderte Empfangsgebäude wurde 1989, nachdem es vier Jahre zuvor noch einen neuen Anstrich bekam, unter Denkmalschutz gestellt.  

Neben der Deutschen Bahn versieht auch die Prignitzer Eisenbahn den Personenverkehr in Dorsten. Die Privatisierung aller Strecken in den nächsten Jahren ist absehbar.